Pilotreise mit Wikingerreisen nach China und Tibet vom 18. Mai - 01. Juni 2007

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Freitag, 18. Mai 2007

Es war wieder soweit, es ging auf große Fahrt. Diesmal sollte es ins Land des Lächelns gehen. Thomas hatte ich nach einjähriger Abstinenz wieder als Reisebegleitung animieren können und somit war die Unterhaltung während der Reise gesichert.
Der Flug mit AIR CHINA ging ab Frankfurt und es kam also noch eine Bahnfahrt vor dem Flug dazu. 10 Stunden Flug reichen ja auch noch nicht. Am Flughafen angekommen, wurden wir schon von einem Mitreisenden angesprochen und zum richtigen Abfertigungsschalter gelotst. Naja bei so aufmerksamen Reisebegleitungen konnte ja nichts schief gehen. Diese Aussage wurde jedoch sogleich relativiert, denn am Schalter erfuhren wir, dass die Maschine eine Stunde Verspätung hat, dies wohl auch üblich war und ich somit schon Panik hatte auf dem Rückflug die letzte Bahn nach Hamburg zu verpassen. Aber das war ja alles noch ein bißerl hin.
Um 21:07 Uhr hob die Maschine dann endlich ab. Wurde auch Zeit, denn wir waren ja schon seit 12 Uhr unterwegs. Der Service an Bord war zwar ok, aber durchaus verbesserungwürdig.


Samstag, 19.Mai 2007

Das Frühstück am nächsten Morgen war dann schon gleich landestypisch. Um 07 Uhr gabs lecker Bandnudeln. Naja besser als die sonst im Flugzeug üblichen labbrigen Croissant. Erstaunlicherweise hatten wir die Verspätung aufgeholt und landeten völlig planmässig um 11:35 Uhr.
Von unseren Reiseleitern (wir hatten einen Wikinger- und einen einheimischen Reiseleiter) wurden wir in Empfang genommen. Die Gruppe war bunt gemischt, im Gegensatz zu sonstigen Wikinger-Reisen war der Anteil der alleinreisenden Männer jedoch beachtlich. Was doch die Aussicht auf eine Bahnfahrt so alles ausmacht. :o) Tja Männer und Fahrzeuge. Angekommen, wurde aber erstmal Geld getauscht. Johannes (Wikingerreiseleiter) empfahl einen Umtausch von 150 Euro. Da ich aber gern jedes erdenkliche Souvenir mit nach Hause schleppe, gönnte ich mir einen Umtausch von 200 Euro. So dass war dann also erstmal erledigt. Puhh...

INFO: Währung in China ist der Yuan. Umrechnung ist ungefähr 1:10. 1 Euro sind 10 Yuan.

Tja und Zeit ist bekanntlich Geld und somit ging es auch gleich, nach einem kurzen Zwischenstopp im Hotel, zur ersten Besichtigung.
Der Himmelstempel des Kaisers im Pekinger Zentrum stand auf dem Programm. Der ist eigentlich ganz schnuckelig und jung und alt (prozentual mehr alt) trifft sich dort und man singt, tanzt und rezitiert zusammen. Das war schon nett anzuschauen bzw. zu hören. Man muss sich dass ein wenig so vorstellen, als wenn die Seniorengruppe nen Ausflug in den Park macht und fröhlich "Hoch auf dem gelben Wagen singt" und jeder der vorbekommt, stimmt mit ein. :o) Von einem Kollegen erfuhr ich wieder daheim, dass der Tempel komplett ohne Schrauben oder Nägel erbaut wurde. Na unter diesem Aspekt gefällt er mir ja gleich noch besser.



Der Himmelstempel im Zentrum von Peking!

Nachdem alle Programmpunkte für heute abgehakt waren, gings zum kulinarischen Höhepunkt über.
Direkt neben unserem Hotel war ein kleines Restaurant und dem statteten wir einen Besuch ab. Wir hatten einen kleinen extra Raum und liessen auftafeln. Das Essen sollte bis zum Ende der Reise unschlagbar sein. Angefangen bei der Lotuswurzel (auf dem Bild ganz links zu sehen) bis hin zum scharfen Chilihühnchen war alles einfach nur lecker. Das ganze spülten wir mit einem einheimischen Bier im handlichen 0,680 Liter-Format runter.
Ich möchte an dieser Stelle erwähnen, dass fast alle der Gruppe hervorragend mit Stäbchen umgehen konnten und die extra für uns bereit gelegten Gabeln ungenutzt blieben. Ja, wir haben uns vorbereitet ;o).
Zufrieden, vollgefressen und extrem kaputt vom Tag gings dann ins steinharte Hotelbett (ob denen der Begriff Matraze was sagt???).

Chinesischer "Festtagsschmaus".... ....einfach nur gut.

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Sonntag, 20. Mai 2007

Um 6 Uhr hieß es aufstehen und wir schleppten uns ein wenig gerädert zum Frühstück. Leider war das Hotel in Peking nicht das beste und somit ließ auch das Frühstück zu wünschen übrig.
Gescheite Getränke? Fehlanzeige! Einzig das heiße O-Saft ähnliche Zeug war verwertbar. Sven orderte erstmal Cola, die dann auch kaum stand sie da, sofort leer war. Nachschub gabs leider nicht. Den Morgen begannen wir mit Reis, Teigtaschen und scharf eingelegtem Gemüse. Ein "guter" vollwertiger Start in den Tag also ;o).
Heute stand nun das für mich erste Highlight auf dem Plan - die chinesische Mauer. Wir fuhren nach ......, denn dort ist ein sechs Kilometer langes Stück der Mauer durchgängig begehbar und dies ist auch etwas abseits der Touristenströme.
An der Mauer angekommen, wunderte ich mich über die massenhaft einheimischen Leute die dort auf irgendwas warteten. Schnell merkten wir, die warteten auf UNS. Kaum setzte sich unsere Gruppe in Bewegung, trabten die auch an. War irgendwie komisch und Theo brachte es dann auf den Punkt: "Li, wenn wir die jetzt die ganze Zeit an der Backe haben, geh ich wieder!"
Li erklärte uns dann aber, dass wir sie leider nicht wegschicken können. Und sie auch für den Notfall da wären, wenn was passiert. Sicher. Die haben alle ne erste Hilfe Ausbildung. Nun gut, sie waren noch relativ unaufdringlich und von daher gewöhnten wir uns zwangsweise an unsere "Schatten". War auch irgendwie lustig anzusehen, dass jeder von uns nun seinen persönlichen Guide hatte. Einige von uns "gönnten" sich sogar den Luxus von Zweien :o).

die Mauer die Mauer
Die Mauer


Thomas und ich hatten zwei besonders eifrige "Guides" erwischt und erstaunlicherweise sprachen die auch besseres Tourienglisch, als das Hotelpersonal. Und zur Not, wenn es mit Englisch gar nicht funktionierte, machten sie uns mit Gestiken und Zeichnungen im Sand auf allerlei Sachen aufmerksam.
Das Wetter war zu Beginn nicht der Renner, aber ich fands nicht soo schlimm, denn durch den nebelverhangenen Start und den leichten Nieselregen hatte die Gegend doch etwas Mystisches an sich. War alles völlig ok.
Über vier Stunden spazierten wir auf der Mauer entlang und es war wirklich anstrengend, denn die Gegend ist sehr hügelig und die Treppen und Wege sind mitunter sehr steil. Aber es machte riesigen Spaß.


auf der Mauer auf der Mauer
Ganz schön steile, anstrengende Passagen auf der Mauer Die "Schatten" immer im Bild


Zum Nachmittag hin zeigte sich das Wetter noch von seiner besten Seite und wir nutzten die Zeit, um uns noch ein wenig in einem nahen Restaurant zu entspannen. Und weil so eine Wanderung auch hungrig macht, freuten wir uns abends wieder auf ein gutes Essen. Der Tag wurde schließlich mit einer traditionellen Pekingente abgeschlossen.

INFO: Überall in China, also auch auf der chinesischen Mauer war sehr stabiler Handyempfang (chinamobile)!

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Montag, 21. Mai 2007

Heute gabs wieder Sightseeing pur in Peking. Da es immer noch das gleiche Hotel war, wurde das Frühstück immer noch nicht besser.
Zuerst gings zum Platz des himmlischen Friedens, der in der Nähe unseres Hotels lag. Obwohl es ziemlich früh am Morgen war, war der Platz schon mehr als gut besucht. Man sah relativ wenig ausländische Touristengruppen oder aber sie fielen einfach zwischen den vielen einheimischen Touristen nicht so auf. :o)

Auf dem Platz des himmlischen Friedens.... Auf dem Weg zur verbotenen Stadt

Nachdem wir den Platz erkundet hatten und Li uns ausreichend über alles mögliche informierte, gings dann weiter in die angrenzende Verbotene Stadt. (Bei Gelegenheit gibts hier mal mehr Infos!)


Die Verbotene Stadt.... ...

Bevor mit dem Lamatempel der nächste Programmpunkt folgte, war erstmal Mittagszeit angesagt und somit die Suche nach was Essbarem. Johannes hatte ein kleines typisch chinesisches Restaurant ausfindig gemacht. Auf den ersten Blick wäre das kein Laden gewesen, in den ich mich unbedingt reingetraut hätte, aber so ein Eindruck kann ja auch täuschen und das tat er auch. Das Essen, eine Rindfleischsuppe mit Nudeln, schmeckte ausgezeichnet und war mehr als ausreichend und das alles zu einem Schnäppchenpreis von 1,50€ (der Preis versteht sich natürlich incl. Getränk). Also, ich war wirklich positiv überrascht.


In einem kleinen chinesisches Restaurant... ...gabs Rindfleischsuppe mit Nudeln.

Gestärkt ging es dann zum Lamatempel. Eine Vielzahl von verschiedenen Buddhas sind hier in diversen Gebäuden untergebracht. Besonders beeindruckend war jedoch der 28 Meter große Buddha, der angeblich aus einem Stück Holz gemacht wurde.
Nach einer kleinen Erholungspause stand abends wieder mal das Essengehen an, der Magen sollte gut gefüllt sein, bevor es auf die erste große Zugfahrt ging. Diesmal wurden wir jedoch vom Essen enttäuscht. Wir hatten Hühnchen mit Ingwer bestellt. Leider bestand das Hühnchen mehr aus Fett, Haut und Knochen, als aus wirklich leckerem Fleisch. Und auch der Ingwer war in Kartoffelscheibenstärke doch ein wenig überdimensioniert. Aber mit Reis haben wir den Magen halbwegs zufrieden stellen können ;o).

Dann gings zum Zug, um nach .... zu fahren. Da es wohl einige Buchungsschwierigkeiten gab, mussten sechs von uns in die 2. Klasse übersiedeln. Wir jungen Leute stellten uns hier solidarisch zur Verfügung. Große Unterschiede zur 1.Klasse gab es jedoch nicht. Wir teilten unser Abteil ausser mit Sven und Biene noch mit zwei Chinesen. Von denen hat man aber die Fahrt über kaum was gemerkt, so dass wir quasi unter uns waren.
Die Waschmöglichkeiten hielten sich in Grenzen und hier merkte man doch eher die 2. Klasse, so dass wir aufs Zähneputzen verzichteten und uns stattdessen mit einem Zahnpflegekaugummi begnügten ;o). Tja und dann hieß es Licht aus, Ruhe und Schlafenszeit. Ja hier herrscht noch Zucht und Ordnung.

Zugfahrtimpressionen... ...Zähneputzen im Zug :o).

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Dienstag, 22.Mai 2007

Um 7 Uhr hatte die Nacht ein Ende und um 8 Uhr erreichten wir unser Ziel....
Nachdem wir unser Hotelzimmer bezogen hatten und uns endlich ein wenig auffrischen konnten, fuhren wir zum Shaolin Kloster. Shaolin ist ja jedem langläufig bekannt, so dass wir schon mit ein wenig Spannung hinfuhren. Es war alles ganz interessant und auch die KungFu-Vorführung der Shaolinschüler konnte sich sehen lassen.
Das Kloster war recht ansehnlich, auch wenn sich das Buddha-Thema nun langsam zu wiederholen begann.


Kung-Fu center Auf dem Weg zur Kung Fu Schule
Im Shaolin Kloster

Der danach folgende Besuch des Pagodenwaldes war dann nicht mehr der Renner, obwohl ich natürlich trotzdem um die Pagode 4x rumgerannt bin, was dann ein langes Leben verspricht. Mensch, allein deswegen muss ich doch steinalt werden. :o)

Unsere derzeitige einheimische Reiseleiterin Anna war die Erste, die nun auch bei uns mit einem Fähnchen rumrannte. Li war da ja eher unkonventionell. Als Uwe sie drauf ansprach, dass sie das bei uns sein lassen könnte, gabs nur einen verständnislosen Blick Annas, denn sie meinte, das wäre Pflicht und müsse getragen werden, ansonsten gibts Strafen. Ja gut dann sollte sie ihr Fähnchen tragen und wir rannten wie die Hühner hinterher. Putt, putt, putt...:o)

Bitte immer dem Fähnchen folgen :o)

Am Abend standen dann die Grotten von Longmen auf dem Plan. Da wir spät dran waren, war es schon recht schummrig und man konnte leider nicht so viel erkennen. Aber das änderte sich, als um 20 Uhr die Beleuchtung angeknippst wurde. Das war schon ein irrer Eindruck, wenn diese riesigen Statuen in ein gelb-orangenes Licht getaucht werden. Einfach überwältigend.


Buddhastatuen in Longmen Riesige Statuen

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Mittwoch, 23. Mai 2007

Da die eigentlich für heute geplante Bahnfahrt ersatzlos gestrichen wurde, gings per Bus nach XIAN. Um 8 Uhr war Abfahrt und eine elendig lange Fahrt begann. In Xian angekommen gabs natürlich wieder einen neuen einheimischen Reiseleiter. Die Terrakottaarmee war erst für morgen geplant und so mussten wir uns heute mit einer Moschee und ein paar interessanten Stelen begnügen.
Der Weg zur Moschee führte durch ein islamisches Viertel mit vielen interessanten Verkaufsständen. Es war quasi ein Einkaufsparadies für uns Frauen. Soweit man schauen konnte Souvenirs und andere tolle Sachen in den schillernsten Formen und Farben. Man konnte kaum die Augen von dem Zeug lassen, aber wir mussten ja weiter zur Moschee. Nur Johannes ist es zu verdanken, dass die Gruppe nicht meuterte und brav erst die Moschee besichtigte, bevor wir über den Markt einstürmen durften. Was der einheimische Reiseleiter natürlich nicht verstehen konnte....tse Männer :o).
Nach der Moschee kamen noch die Stelen. Man, noch länger aufs shoppen warten. Biene und mich interessierte das alles recht wenig, ich muss wohl nicht erwähnen, wo wir mit den Gedanken waren. Aber mit Thomas hatten wir einen aufmerksamen Zuhörer eingeschleust und liessen uns dann später bei Interesse berichten.


Die Shoppingmeile... die Restaurants in der Shoppingmeilen

Ja und so haben wir den Tag gut rumbekommen und am Abend sah man viele glückliche Gesichter, Zeichen eines erfolgreichen Shoppingtages.
Die Gegend um Xian ist bekannt für teigtaschenartige Gerichte und somit gabs Abends gefüllte kleine Leckereien.



INFO: Man muss in China immer mit Zugausfällen oder Flugverschiebungen rechnen. Aber obwohl es uns mehrmals getroffen hat, fiel es nicht zu unserem Nachteil aus.
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Donnerstag, 24. Mai 2007

Und wir waren immer noch in Xian und bevor es zur Terrakottarmee ging, hieß es erstmal die Wildganzpagode anschauen. Naja auch sehr hübsch, aber nun nicht so interessant, dass sie hier weiter beschrieben werden muss.
Uns zog es dann doch eher zur Terrakottaarmee. Die war jedoch irgendwie enttäuschend. Es glich alles dort einem reinsten Touriparadies, angefangen beim riesigen Parkplatz bis hin zur angelegten Souvenireinkaufstraße. Nichts, aber auch gar nichts ließ erkennen, dass die Figuren auf einem Feld von Bauern bei Brunnenarbeiten gefunden wurden.
Die Anlage an sich bestand aus vier Gebäuden. Aber nur in der ersten Halle mit den Fußsoldaten und Pferden waren die Figuren ausgegraben (wie man es auch aus den Medien kennt). Die Halle mit den Streitwagen zum Beispiel ist noch völlig unter Gestein verborgen und die Ausgrabungen fangen hier erst irgendwann an.
Es gibt zwar in den anderen Hallen noch Repliken und andere ausgerabene, restaurierte Sachen. Mhh, aber nein mir fehlte hier eindeutig der Charme und die Vorstellungskraft, dass diese Armee mitten auf der grünen Wiese verbuddelt lag.
Es war aber trotzdem noch durchaus beeindruckend.


Halle der Terrakottaarmee Terrakottakrieger

Nahaufnahme der Terrakottafiguren

Am späten Nachmittag stand dann der Inlandsflug nach Lanzhou, westlich von Xian, auf dem Programm. Im Flieger waren wir so ziemlich die einzigen Touris. Wir saßen hinten in der Maschine und ein Blick nach vorn machte uns unseren Exklusivstatus deutlich, denn immer nur die gleiche schwarze Haarfarbe war zu sehen. Wir zogen somit natürlich die Aufmerksamkeit auf uns.
Thomas war nicht so begeistert, dass der Chinese neben uns das Gespräch suchte und hielt ihn entnervt auf Abstand. Also ne da hätte er auch ein wenig mehr für die Völkerverständigung tun können. Jedenfalls müssen wir ihn fasziniert haben, da er ständig zu uns rüberstarrte. :o) Der Flug verlief sonst ohne besondere Vorkommnisse und wir landeten am Abend in Lanzhou.
Während der Busfahrt zu unserem Hotel "warnte" uns der Reiseleiter schon vor und meinte, wir müssen hier eher mit angestarrt werden und Co. rechnen, da hier nicht so oft Touristen vorbeikommen. Was das heißt, erfuhren wir am Abend beim Essen in einem diesmal muslimischen Restaurant.
Wir saßen an den Tischen, die direkt am Fenster lagen und es versammelte sich zeitweise eine Traube von 15 Leuten vorm Fenster, die uns beim Essen zuschauten. Ja die Attraktion aus Deutschland, frisch eingeflogen ;o).
Ach das war alles an sich schon sehr lustig. Der Abend wurde aber noch lustiger, denn es ging in eine Karaokebar. Ach watn Spaß, wenn wir auch zeitweise mit der Technik zu kämpfen hatten und leider die englische Titelauswahl ein wenig begrenzt war. Aber Spaß und Bier hatten wir in Mengen bis wir gegen 1 Uhr ins Bett kamen (natürlich wieder steinhart).


Spaß in der Karaokebar

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Freitag, 25. Mai 2007

Am Vormittag gings von .... weiter nach Xiahe.
Und damit heute nicht nur Busfahrt anstand, gabs morgens noch einen kleinen Spaziergang. Durch ... fließt der gelbe Fluss und so boten sich genügend Möglichkeiten auch dieses Fleckchen Erde irgendwie auf Zelluloid zu bannen (ich hatte Diafilme, ich darf das also noch schreiben :o)).
Zu dieser frühen Uhrzeit war am Fluß schon erstaunlich viel los. Ein Hotel schickte gerade seine Angestellten zum morgendlichen Frühsport in die Spur. Man konnte es kaum glauben, aber die ganze Belegschaft musste Kniebeugen, Hampelmänner und ähnliches machen. Richtig, so wird man fit für den Tag.
Während diese Hotelbelegschaft sich also dem Sport verschreiben musste, fröhnte eine andere dem Marschieren.
Ein Armeemensch beaufsichtigte das Ganze und brachte die Damen dazu im Gleichschritt zu marschieren. Mhhh, war schon interessant anzuschauen. Ich war dann aber doch verwundert, dass der ganze "Drill" an sich lockerer zuging, als es zuerst erschien. Bei einer Dame klingelte das Handy und statt strafender Blicke, die ich erwartet hätte, ging sie aus der Formation und telefonierte erstmal. Keiner sagte was, war also wohl normal. Naja fand ich schon irgendwie verwunderlich. Nach dem Rundgang am gelben Fluß gings dann wieder mit dem Bus weiter.

Nun fuhren wir durch die islamisch geprägte Region von China. Überall sah man Moscheen und fühlte sich teilweise eher an die Türkei als an China erinnert. Zur Mittagszeit kamen wir in eine kleine Stadt und statteten dem örtlichen Markt einen kurzen Besuch ab.


Auf dem Markt---Gemüsestand Obststand

Nach endlos langem Busgejuckel kamen wir am Abend beim Kloster von Labrang an. Die Unterkunft war im traditionellen Stil, in Form von kleinen Bungalows errichtet. Hatte also ein bißchen was vom Wikinger Outdoorfeeling.
Leider war sie nicht so ganz gemütlich. Wir waren die ersten Besucher in dieser Saison und die Bungalows waren kalt und irgendwie feucht.

Auf Grund der Höhenlage (Xiahe liegt ungefähr auf 3340m über N.N.) war es nachts schweinekalt. Ich konnte trotz langer Hose und Fleecejacke kaum entspannt schlafen und hab die ganze Nacht nur in der Embryonalstellung verbracht, weil es so am Wärmsten war.

Unterkünfte beim Labrang Kloster

Samstag, 26. Mai 2007

Es ist wohl kein Wunder dass mir heute auf Grund der Schlafhaltung, der Kälte und natürlich auf Grund der harten Betten die Hüfte weh tat. Jammer. Und schweinekalt war es immer noch, da machte das fehlende warme Wasser auch nicht gerade fröhlicher gestimmt.
Heute vormittag stand eine Besichtigung des Klosters von Labrang auf dem Plan. Den kleinen Weg von zwei Kilometern legten wir zu Fuß zurück. Der Bus kann ja gerne mal stehen bleiben. Und so wurden endlich die müden, kalten Knochen warm.
Das Kloster von Labrang ist das größte tibetanische Zentrum ausserhalb Tibets und sollte uns schon ein wenig auf Tibet einstimmen. Auch konnten wir uns so schon mal an die Höhe gewöhnen.
Ansonsten war es halt ein Kloster wie man es sich so vorstellt, mit vielen Gebetstrommeln und Mönchen die unsere Wege kreuzten.

Blick auf das Kloster von Labrang Mönche in Labrang

Den Nachmittag hatten wir zur freien Verfügung und nutzen die Zeit für einen Ausflug in die Stadt Xiahe und den Einkauf von Lebensmitteln.


Sonntag, 27. Mai 2007

Der heutige Tag verlief recht unspektakulär, denn eine lange Busfahrt nach Xining, wo wir den Zug nach Tibet besteigen sollte, lag vor uns.
Die Landschaft war ganz ok, aber so wirklich abwechslungsreich, dass wir 6 Stunden bei Laune gehalten wurden, wars nun auch nicht.
Gegen Mittag legten wir einen Rast ein und stärkten uns mit Tomaten (kleine Eiertomaten in gelb und rot, die waren super lecker und wirklich ein Genuß), Brot (nein auch in China ist das Brot backen keine Kunst), Cola (ach schön dass CocaCola überall zu Hause ist) und irgendwas wurstähnliches aus heimischer Produktion (sah farblich sehr komisch aus und geschmacklich, nunja nennen wir es mal gewöhnungsbedürftig).


Der gelbe Fluß wird überquert... Mittagsrast

Nach endlos langem Gejuckel kamen wir endlich in Xining an und dank VIP Status (den bekam man wenn man 5Yuan = 50cent extra zur Fahrkarte löhnte) konnten wir den Zug schon erstürmen(ansonsten galt warten bis 10 Minuten vor Abfahrt, da wurde erst der Zugang freigegeben).
Diesmal klappte alles mit den Fahrkarten, auch wenn wir auf 2 Wagen verteilt waren. Warum das so schwierig war, alle auf einen Wagen zu buchen, ist mir ein Rätsel, denn alle Fahrkarten hatten Platznummern usw. Egal wir waren mit Biene und Sven im Abteil und für Spaß und Stimmung war also gesorgt.
Tja alt wurden wir auch in diesem Zug nicht und um 22.30 Uhr schlummerten wir mit dem Rattern des Zuges ein.


Von Xining nach Lhasa... Zähneputzen in der 1.Klasse :O)

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Montag, 28. Mai 2007

Da fuhren wir also vor uns hin....immer noch. Also diese 26 Stunden Zugfahrt fand ich echt anstrengend. Auf Grund der Höhe döste man mehr oder weniger vor sich hin und ansonsten war das "Rahmenprogramm" ein wenig dürftig. Die Landschaft die an uns vorbeizog bot nicht gerade viel Abwechslung, mit anderen Worten, sie war extremst eintönig und sorgte somit auch nur für begrenzte Begeisterung. Zwar hatte jeder Liegeplatz einen eigenen kleinen Bildschirm auf dem Filme liefen, aber die waren alle nur in Chinesisch. Aber da wir ja alle HarryPotter kannten, sahen wir den auch durchaus als Stummfilm, einzig Biene traute sich an die chinesische Version.

Blick aus dem Fenster Ein paar Berge im Hintergrund

Für ein wenig Abwechslung sorgte das Essen im Zug. Mittag gönnten wir uns im Speisewagen, aber nach all den Leckereien bis dato, war das Essen doch eher enttäuschend.
Immerhin konnten wir den höchsten Punkt der Bahnstrecke mit 5077 Höhenmeter hier erleben. Um 21:45 Uhr erreichten wir endlich Lhasa. Juhuuu, endlich da. Unsere neuer Reiseleiter nahm uns in Empfang und teilte im Bus erstmal die traditionellen weißen Schals als Begrüßungsgeschenk aus. Doch wir sahen so schon gut aus und passten hier nun perfekt ins Bild.
Da es schon zappenduster war, sah man auf dem Weg zum Hotel noch nicht viel von Lhasa. Tja das wars dann für heute, nach kurzen Infos zum morgigen Tag hieß es auch schon Bettzeit. Ich muss es einfach erwähnen, aber auch in Tibet sind die Betten hart. Ächz meine Hüfte.


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Dienstag, 29. Mai 2007

Endlich, endlich stand heute mal Bewegung auf dem Programm. Eine Tageswanderung in die Berge rund um Lhasa war heutiger Höhepunkt. Und hier kam endlich das Wikingerfeeling auf. Anspruchsvolles Wandern in grandioser Natur. Ach herrlich.
Die Strecke war nicht einfach und man musste schwindelfrei sein und vor allem sehr gutes Schuhwerk haben. Beides war bei Thomas und mir vorhanden, so dass wir die Wanderung einfach nur genießen konnten. Wir legten ungefähr 500 Höhenmeter zurück und befanden uns letztendlich auf 4150 Meter Höhe. Ich war überrascht, denn ausser minimalen Kopfschmerzen (ich brauchte aber nicht mal ne Aspirin...naja ein Indiander kennt keinen Schmerz) vertrug ich die Höhe erstaunlich gut. Na was denn für Not, alles Bestens.


Wandern in Lhasas Umgebung Wandern am Abgrund
Blick auf Lhasa

Gegen 17 Uhr erreicheten wir wieder das Hotel und nach kurzer Verschnaufpause gings in ein indisches Restaurant (ja Abwechslung brauch der Mensch).

INFO: Überall in Tibet und auch schon in China sieht man Gebetsfahnen. Wenn diese Fahnen durch den Wind bewegt werden, ist das quasi als wenn man das dort drauf befindliche Gebet sprechen würde. Ergo spart Zeit und ist trotzdem effektiv.
Dies erklärt auch, warum selbst Yaks und anderes Getier mit den Fahnen bestückt werden. Die bewegen sich immerhin den ganzen Tag, wer braucht da schon Wind. Clever.


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Mittwoch, 30. Mai 2007

Der Tag war vollgepumpt mit Kultur. Nach der gestrigen körperlichen Anstrengung konnte man heute schon mal was für den Geist tun.
Am Morgen besichtigten wir das Johang Kloster, welches sich direkt inmitten der Altstadt Lhasas befindet. Vom Dach des Kloster hatte man einen schönen Blick über Lhasa. Ich fand es jedoch befremdlich, das Touristengruppen(ausländisch, wie auch einheimische) inmitten der Pilger unterwegs waren. Tja, mehr gibts eigentlich gar nicht zu sagen, denn das Übliche (Buddhas, Yakfett, Gebetsmühlen usw.) war auch hier zu sehen.


Blick vom Kloster auf Lhasa (im Hintergrund der Potalapalast)

Nach diesem doch recht berühmten Kloster, gings aber zum wichtigeren Kulturhöhepunkt. Die Besichtigung des Potala Palastes stand an und das Erstaunliche ist, dass man nicht nur seinen Pass vorzeigen muss (mittlerweile müsste ich meine Passnummer auswendig kennen, so oft wie die sie haben wollten), sondern das auf Grund des großen Andrangs die Besuchszeit auf eine Stunde begrenzt ist. Dass man vorher durch eine Sicherheitsschleuse, wie am Flughafen muss, empfand ich als fast schon normal.


Blick auf den Potalapalast Potala

Der Potalapalast beschert einem wirklich ein aha-Erlebnis. Massenweise Gold wurde in den Stupas der Dalai Lamas verarbeitet. Hier lagert wohl mehr Gold als in Fort Know. Wie immer waren leider auch hier Fotos innerhalb des Palastes verboten, so dass man die Beschreibungen kaum mit Bildern untermauern kann.

Den Nachmittag hatten wir zur freien Verfügung und den nutzte ich zu einem ausgibigen Shoppingbummel. Souvnirs sind hier in allen erdenklichen Formen und Farben zu bekommen und hier schlägt das Frauenherz schon höher.
Aber auch so bot die Altstadt interessante Einblicke. Zumal in den kleinen Gassen abseits der Hauptstraße das richtige Leben noch stattfand. Da wird dann schon mal der Schweinkopf draußen auf dem Wagen verkauft. Also das erste mal hatte man hier das Gefühl, noch das ursprüngliche China/Tibet zu erleben.


In den Gassen von Lhasa Pilger unterwegs

INFO: Als Lokalpatriot sollte man in Lhasa Rikscha fahren. Die Rikschas werden von Tibetern gefahren, während Taxis von den Chinesen gelenkt werden. Für mich war die Fahrt eher Spaß, denn man konnte sehr gut alles zu Fuß ablaufen.
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Donnerstag, 31.Mai 2007

Den heutigen Tag konnte man auch schon als Reisetag zählen, denn es ging nur von Lhasa nach Peking zurück und demzufolge war nichts besonderes von diesem Tag zu erwarten.
Vermutlich weil die Maschine auf Grund der Höhenlage nicht soviel Kerosin mitnehmen darf, um überhaupt noch hochzukommen, war es aber kein Direktflug, sondern ein Flug mit Zwischenstop in Chengdu. Naja hilft ja nix, was sein muss, muss sein.
Aber kaum dass die Maschine den Lhasa Airport verlassen hatte, war ich schon bedient. Es gab enorme Seitenwinde und der gesamte Flug war ne einzige Schaukelei. Biene und mir war dieses Unwohlsein deutlich anzusehen. Die 1,5 Stunden haben wir irgendwie hinter uns bringen können und dröhnten uns auf dem Chengdu Flughafen erstmal mit Reisepillen zu. Und hey wer hätte das gedacht, das Zeug half wirklich.
Als es denn nach einer Stunde weiter nach Peking ging, war mir alles piepegal und Biene und ich schwammen auf einer Welle der Glückseligkeit. Ein Dank an dieser Stelle an die Pharamindustrie. :o)
Wir landeten erst sehr spät in Peking und ausser Bett gabs dann nicht mehr viel auf dem Programmzettel.


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Freitag, 01.Juni 2007

Heute war nun der letzte Tag in Peking, denn in dieser Nacht konnte ich zum Glück wieder daheim im eigenen Bett schlafen (in einem WEICHEN!!!).
Bis zum Flughafen Peking war noch alles in bester Ordnung, aber kaum am Check-In Schalter angekommen, erwartete uns schon die befürchtete Info, dass der Flieger Verspätung hatte. Ok, bis jetzt war es nur eine Stunde, dass hieß Ankunft in Frankfurt um 19:20 Uhr. Das sollte immer noch reichen um die letzte Bahn um 21:13 Uhr ab Hauptbahnhof zu bekommen.
Tja, dann hatten wir jetzt ja noch genug Zeit, um unser noch reichlich vorhandenes Geld loszuwerden. Ich war mit dem Umtausch von 200€ aber doch noch ganz gut dabei und hatte "nur" noch 25 Euro auf den Kopf zu hauen. Und dank Großeinkauf bei Starbucks(die Peking-Starbucks-Tassen eigenen sich als hervorragendes Souvenir) und einem Essen war ich dann fast alles los. Thomas musste sich da schon echt abmühen. Tse Männer, keine Ahnung vom Shoppen und Geld ausgeben...hihi.
Dann endlich mit mittlerweile 1,5 Stunden Verspätung konnten wir in die Maschine. Die Maschine war nicht ausgebucht und so hatten wir genügend Platz. Das war auch das einzig positive, denn diese dusselige Maschine lungerte noch weiterhin am Terminal rum. Die Aussage des Piloten, wir müssten durch die Verspätung erst wieder auf eine Startfreigabe warten, machte mich noch ungeduldiger, denn mit nun mittlerweile geplanter Landezeit von 20:00 Uhr wurde es doch merklich knapp. Hallo, die Bahn wollte ich noch bekommen und nicht in Frankfurt nächtigen.
Endlich hob das Ding ab. Geplante Ankunftszeit war nun 20:20 Uhr. Kreisch das wird ja immer später. Der Flug machte mich auch so mürbe und trotz ganz passabler Filme wollte die Zeit einfach nicht vergehen und da es quasi ein Tagflug war, war ich auch noch putzmunter.
Dann um 20:10 Uhr setzte die Maschine auf deutschem Boden auf. Ich war noch nie so schnell am Gepäckband. Gott sei Dank ist das wenigstens ein Vorteil vom Frankfurter Flughafen, dass das Gepäck ziemlich zügig da ist. Unsere Taschen waren relativ fix da und schon ging das Gehetze weiter.
Um 20:40 Uhr saßen wir im Taxi und um 20:55 Uhr erreichten wir den Hauptbahnhof. Mensch da haben wir ja noch massig Zeit :o).
Sichtlich erleichtert saßen wir dann im Zug und holten im Abteilwagen ein wenig Schlaf nach(zu dieser erbärmlichen Zeit ist ja kaum was los).
Der Zug war pünktlich und um 01:35 Uhr war das Abenteuer China dann zu Ende.

INFO: Air China hat häufig Verspätung. Wer also noch weiter muss bzw. Züge erreichen will, sollte einen großzügigen Zeitpuffer für die Rückreise einkalkulieren.